Zweites Dorfgespräch am Dienstag,

11. Februar 2020

Gasthaus Antretter, Saal

 

Der zweite Dialogabend fand unter dem Motto 'Meine Werte - Deine Werte' statt und spricht nach dem gegenseitigen Kennenlernen und Wertschätzen auch Unterschiede und auch Konfliktpotential an.

 

 

Dorfgespräch 2: Meine Werte - Deine Werte

Gasthaus Antretter, 11. Februar 2020, 19.00 Uhr

 

Sagt mal – wer seid Ihr denn eigentlich?

 

An diesem Abend fragen wir uns Dinge wie:

  • Was verstehe ich absolut nicht an anderen Stephanskirchnern?
  • Wie finde ich die Balance zwischen Offenheit und Abgrenzung?
  • Kann Stephanskirchen von der Unterschiedlichkeit der Stephanskirchner profitieren?

 

Sei dabei. Mach Dich zum Dorfgespräch!

 

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Ein Artikel zur Veranstaltung ist am Sa., 15.2.2020, im Oberbayerischen Volksblatt erschienen.

 

Dokumentation Stellwände Dorfgespräch 2
200211-mbst-DG-2-Stephanskirchen-Protoko[...]
PDF-Dokument [1'005.6 KB]

Pressemeldung

 

Beim 2. Dorfgespräch waren wieder viele interessierte Leute aus allen Ortsteilen da, um sich über eigene und fremde Werte zu unterhalten. Karen Pape begrüßte, Maria Struve erklärte kurz, warum die Caritas dabei ist und Florian Wenzel erzählte die Entstehung der Dorfgespräche für die Neulinge. Einige Teilnehmer wurden befragt, ob sie schon einmal da gewesen wären und warum sie wiedergekommen sind. Die meisten waren persönlich angesprochen worden, hatten die Flyer gesehen oder waren einfach interessiert, was da auf sie zu kommt. Manche hatten abgesagt, weil sie kein Ergebnis oder keinen Sinn in diesen offenen Gesprächen sahen, andere hatte gerade das gereizt, das Miteinander, das Kennenlernen und einfach drauflosdiskutieren ohne zu wissen was daraus wird.

 

An diesem Abend sollte einmal die Perspektive gewechselt werden und anderen zugehört werden, was sie denken und empfinden. Jeder sollte sich erst einmal überlegen, welches Vorbild ihm als Kind und als Erwachsener diente. Viele nannten den Papa oder ein Familienmitglied, einer Pippi Langstrumpf, andere Bekannte, jedenfalls meist unkonventionelle, aufrichtige, tolerante, engagierte, überzeugende Persönlichkeiten.  In kleineren Gruppen wurde aufgeschrieben, wie man mit Konflikten umgeht, entweder 1. man gründet eine Initiative, 2. man hält sich raus, 3. man sucht einen Kompromiss oder 4. man gibt nach. Warum man sich zur Gruppe 1 zugehörig fühlte, war Verantwortung übernehmen, andere Meinungen hören, aktiv werden - dabei aber nicht stur bleiben. Die 2. Gruppe war am Thema nicht interessiert oder wollte sich Frenden anschließen, überlegte aber, wie man Fernstehende überzeugen könnte. Gruppe 3 wollte eine gemeinsame Basis schaffen, pro und contra abwägen, weder gewinnen, noch verlieren, sonder einen Konsens suchen. Die 4. Gruppe fühlte sich entweder zu jung oder zu alt und meinte nicht gehört zu werden, also lieber nachgeben.

 

Danach gab es ein kleines Buffet und Getränke gegen Spenden und die Diskussion ging dabei weiter. Auf einer Linie von 0 bis 10 sollte man sich danach aufstellen je nach Meinung wie es in Stephanskirchen mit Konflikten ausschaut. Die meisten stellten sich in der Mitte auf, weil es im Moment keine Meinungen in der Gemeinde gibt, die zu stark polarisieren. Natürlich scheiden sich die Geister bei Verkehr und Brennerzulauf, aber sehr zivilisiert. Allerdings wurden die vielen Bürgermeisterkandidaten bemängelt und die verschiedenen Meinungen, wobei keiner dem anderen zuhört oder die eigene Meinung "heruntergebügelt" wird.

 

Welche künftigen Herausforderungen gibt es in Zukunft, welche Spannungen gibt es dabei und welche Fragen hat der Einzelne dazu bzw. was kann jeder dazu tun und Verantwortung übernehmen? Das waren die nächsten Fragen. Die Bandbreite war sehr groß. Verkehr und Radwege, Senioren- und Jugendbetreuung, neue Baugebiete mit bezahlbaren Angeboten, Sanierung des Antrettersaals bis hin zu einem neuen Jugend- und Kulturzentrum. Spannungen werden dabei auftreten zwischen Jung und Alt, Kosten und Nutzen, Freiheit und Verantwortung, Altbestand und Neubauten, neue Familien mit Kindern und zu wenig Wohnraum, öffentlichem Verkehr und Individualität und vieles mehr. Was hat der Einzelne von den Neuerungen? Wie soll etwas gestaltet werden? Wie bringt man die verschiednen Kulturen unter einen Hut? Wer engagiert sich? Einzelne oder Vereine? Dabei kam die Frage auf, auf was wir jetzt schon verzichten, wenn sich nichts ändert: Sicherheit, Lebensqualität, gute Luft, Platz für alle, ruhiges Leben. Im nächsten Dorfgespräch werden wir überlegen , was wir selbst tun können. Eine Genossenschaft gründen, demonstrieren, die eigene Moblität überprüfen, ein Mitfahr-Bankerl, Fahrgemeinschaften gründen per whatsapp, regional einkaufen, einen Förderverein gründen, Talente suchen, Gebäude für ein Kulturzentrum oder ein Jugendzentrum suchen oder bauen und und und.....

 

Das nächste und vorerst letzte Treffen findet am Dienstag, den 3. März um 19 Uhr wieder im Antretter-Saal statt.

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